Der Bringsler
Die DRK RHS Altenkirchen bildet alternativ zum Verbeller auch den sog. Bringsler aus. Dabei wird dem Hund ein Lederstück - Bringsel genannt - am Halsband befestigt. Findet der Hund eine vermisste Person, nimmt er das Bringsel in seinen Fang und kehrt zum Hundeführer zurück. Dieser erkennt am aufgenommenen Bringsel, dass sein Hund eine vermisste Person gefunden hat. Der Hund führt den Hundeführer sodann zur vermissten Person. Dabei pendelt der Hund solange zwischen Opfer und Hundeführer, bis dieser sich selbst beim Opfer befindet. (Alternativ kann der Hund bei der Rückführung auch an einer Leine befestigt werden.)

Das Bringselverfahren eignet sich für Hunde die gerne und gut apportieren und/oder etwas ängstlich in der Nähe einer fremden Person (Opfer) sind. Im Einzelfall ist aber zu prüfen, welche Anzeigeart für den Hund die Beste ist - pauschale Antworten gibt es nicht!

Vorteile:
  • Bei ungünstigen Gelände-, Wind- und/oder Witterungsverhältnissen kann sich der Hund weit vom Hundeführer entfernen. Durch das aufgenommene Bringsel ist die Anzeige einer gefundenen Person unmissverständlich. Ein mögliches Überhören des Hundes kann hier nicht auftreten.
     
  • Da der Hund nur sehr kurz Kontakt mit dem Opfer hat, kommt es zu keinem Bedrängen der gefundenen Person. Daher ist die Anzeigeart i.d.R. für die gefundene Person sehr angenehm - vor allem wenn sie Angst vor Hunden hat.
Wie alles im Leben so hat auch das Bringseln Nachteile:
  • Der Bringsler darf nicht in den Trümmern gearbeitet werden. Zum einen kann er sich am Halsband und Bringsel erhängen, zum anderen erhöht das Pendeln zwischen Hundeführer und Opfer die Verletzungsgefahr.
     
  • Durch den Pendelverkehr hat der Hund eine erhöhte Laufleistung zu erbringen. Bezogen auf die gesamte (relativ dazu lange) Suchdauer und unter der Voraussetzung eines gesunden und motivierten Hundes wird dies i.d.R. aber nicht zum Problem werden.